Völklinger Hütte - Geschichte
Aus Gyneu
1873 von Julius Buch gegründet, hatte das Stahlwerk zunächst keinen einfachen Start, aufgrund von Zollerhöhungen musste es bereits sechs Jahre später wieder geschlossen werden. 1881 entdeckte Carl Röchling erneut den Wert des Werkes und setzte besonders auf die Produktion von Roheisen, womit er sehr erfolgreich war- schon zehn Jahre später war die Völklinger Hütte der wichtigste Eisenträgerproduzent Deutschlands schlechthin. In den nächsten Jahrzehnten wuchs das Stahlwerk und wurde auch im entwicklungstechnischen Bereich immer wichtiger. 1965 waren 17000 Angestellte im Stahlriesen beschäftigt- die höchste Beschäftigtenzahl in der Geschichte der Völklinger Hütten. 1986 wurde die Roheisenphase der Völklinger Hütte dann endgültig stillgesetzt.
Heute ist die Völklinger Hütte das bedeutendste vollständig erhaltene Eisenwerk aus dem 19.- bzw. 20.Jahrhundert und ein außergewöhnlicher Denkmal-Besichtigungsort mit Kulturausstellungen. Seit 1994 zählt die Völklinger Hütte als erste Anlage aus der Blütezeit der Hochindustrialisierung zum Weltkulturerbe der UNESCO, genauso wie beispielsweise die Pyramiden von Gizeh. Länger als ein Jahrhundert hat sie vielen tausend Menschen Arbeit geboten und somit ihr Leben geprägt.