Stützpunktschule Biologie Aktivitäten
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Aktivitäten
- 3.Stützpunktschulen-Forum in Heidelberg am 14. Februar 2011
- Aktionstag "Rheinauen" 28.04.2010
- 2. Stützpunktschulen-Forum in Königsbach-Stein am 5. März 2010
- Praktikum am Forschungszentrum Karlsruhe vom 14.04. bis 17.04.2009
- Stützpunktschulen-Forum in Heidelberg
- Ideenpark in Stuttgart
- 4. Schülersymposium im DKFZ in Heidelberg
- Einführung und Vorstellung des Praktikums Huntington Test am Gymnnasium Neureut
- Besichtigung des Pharmakonzerns Pfizer
- Science Days im DKFZ in Heidelberg
3. Stützpunktschulen-Forum in Heidelberg am 14. Februar 2011
Aktionstag "Rheinauen" am 28.04.2010
2. Stützpunktschulen-Forum in Königsbach-Stein am 5. März 2010
Praktikum am Forschungszentrum Karlsruhe vom 14.04. bis 17.04.2009
Sieben Molekularbiologie-Mentoren aus verschiedenen Schulen nahmen das Angebot des Forschungszentrums Karlsruhe an, in den Osterferien an einem 4-tägigen Praktikum teilzunehmen. Im Rahmen dieses Praktikums konnten sich die Schülermentoren zwischen drei im FZK etablierten molekularbiologischen Versuchen entscheiden. Diese sollten sie dann durchführen, selbstständig optimieren oder weiterentwickeln. Hierzu standen das S1 Schüler-Labor des Forschungszentrums in vollem Umfang zur Verfügung.
Nach ausführlicher Auseinandersetzung mit den drei Themen, qualitative und quantitative Analyse von Proteinen, PCR und Enzymaktivitätstest von Dextransucrase, entschieden sich die Schülermentoren für die beiden letzteren Versuche.
Die PCR- Gruppe versuchte zunächst mit verschiedenen Kits, DNA aus verschiedenen Medien wie Haaren, Zigarettenstummeln und Mundschleimhautzellen zu gewinnen und mit unterschiedlichen Primern zu amplifizieren. Anschließend erprobte das Team die Bindungsspezifität der Primer bei unterschiedlichen Annealing-Temperaturen.
Zuletzt reinigte die Gruppe DNA, die zuvor in einer Gelelektrophorese verwendet wurde, wieder auf und ermöglichte so zukünftigen Schülergruppen im Schülerlabor, zuverlässige Positivkontrollen zur Verfügung zu haben. Währenddessen befasste sich die andere Gruppe mit der Enzymaktivitätsbestimmung nach Michaelis- Menten anhand der Extinktionswerte nach der Reaktion des Katalyseproduktes Fructose mit Dinitrosalicylsäure. Unter anderem wies das Team durch den Vergleich von immobilisierter mit nicht immobilisierter Dextransucrase nach, dass die Enzymaktivität durch eine Immobilisierung sinkt. Außerdem versuchte die Gruppe, ein neues Experiment mit dem Enzym Laktase vor dem Hintergrund der Laktoseintoleranz zu etablieren. Da sich dieses Projekt als sehr zeitaufwendig erwies, aber dennoch erfolgsversprechend war, wird diese Gruppe mit Schülern aus Neureut, Mannheim und Calw auch weiterhin an diesem Projekt arbeiten.
Insgesamt war das Praktikum, welches von Julia Ehlermann beaufsichtigt wurde, ein voller Erfolg: Schließlich konnten die Möglichkeiten, sich selbstständig Zielsetzungen auf theoretischen Grundlagen zu erarbeiten und anschließend im Labor praktisch nachzuweisen, in vollem Umfang umgesetzt werden.
Christoph Hiemenz
Stützpunktschulen-Forum in Heidelberg
Am 12.02.2009 fand am Helmholtz-Gymnasium in Heidelberg das erste Stützpunktschulen-Forum zum Thema Infektionskrankheiten statt.
Wir alle mussten von den anderen Stützpunktschulen für Molekularbiologie in Neureut, Mannheim, Walldorf, Königsbach und Calw bereits etwas vor Programmbeginn um 9 Uhr angereist sein.
Der Musiksaal des Gymnasiums mit Foyer waren für unser Vorhaben bereit gestellt und hergerichtet worden und Letzteres durften wir auch gleich mit unseren Plakaten zu verschiedenen Themen rund um die Krankheiten Malaria und Aids noch ein bisschen weiter „verschönern“. Auch das, was die Schüler aus den anderen Ecken Badens so fabriziert hatten, wurde begutachtet, denn es ging im Rahmen eines kleinen Wettbewerbs um 500 € Preisgeld für das am besten visualisierte Thema.
Zuerst aber machte sich jeder auf die Suche nach Namensschild, Tagesablaufzettel und einem Platz im grün verhängten Vortragsraum, anschließend durften sich zwei Schülermentorinnen aus Heidelberg, Nathalie Opris und Jacqueline Göpper zu Wort melden.
Sie moderierten durch das Programm und begrüßten uns zusammen mit Frau Holch, der Schulleiterin des Helmholtz Gymnasiums, Herrn Herrmann und Frau Rupp, mit ein paar einleitenden Erklärungen zum Entstehen des „Wunschkindes“ Stützpunktschulen-Forum.
Der Vormittag war gefüllt mit drei Vorträgen. Von Prof. Dr. Michael Lanzer, der sich mit Parasitologie beschäftigt, und Prof. Dr. med. Hans-Georg Kräusslich aus der Abteilung Virologie an der Uniklinik Heidelberg bekamen wir nacheinander „Einführungen“ in die Krankheiten Malaria und AIDS, ihre Verbreitung, den Krankheitszyklus und darauf aufbauend die Ansätze für mögliche Medikamente oder Impfstoffe. Außerdem erzählte Noemi Steuer vom ethnologischen Institut der Universität Basel, diesmal eher auf menschlicher-sozialer als auf biologischer Ebene, von den Erfahrungen, die sie selbst in Mali mit von der Krankheit betroffenen Menschen und deren Umfeld gemacht hat, von kulturellen Unterschieden, von sozialem Druck und Stigmatisierung, mit denen Erkrankte dort zu kämpfen haben.
Bei so vielen lebhaft vermittelten Informationen schwirrte uns nach 2 Stunden Zuhören, Konzentrieren und Mitdenken allen der Kopf und wir nahmen unsere Mittagspause, verbunden mit der Vorstellung der Plakate, dankend an. Das Ganze gestaltete sich dabei auch mit weit weniger Befragung zu unserem Thema, als wir befürchtet hatten, sodass ausreichend Zeit blieb, die in allen Variationen zur Verfügung stehende Pizza zu essen (großes Lob an die Organisation dafür!), zum Reden, für eine ausführliche Schulbesichtigung und für Kaffee und Kekse.
Dann wagten sich nach den Experten auch zwei Schülermentoren, Christoph Hiemenz und Philipp Meyer, von den Stützpunktschulen aus Feudenheim und Walldorf auf die Bühne, um ebenfalls zwei Vorträge zum Besten zu geben, über Bilharziose, deren Erreger, ähnlich wie der von Mücken übertragene einzellige Parasit Plasmodium, einen Wirtswechsel vollzieht, und über die verschiedenen Arten von Impfstoffen und deren Herstellung.
Zu letzterem wurde der ProteoPur-Versuch von Laura Obenauer, einer weiteren Schülermentorin, näher erklärt, sodass sich die Teilnehmer danach in drei Gruppen pro Schule aufteilen und den Versuch stationsweise selbst durchführen konnten.
Die Heidelberger Schüler hatten Material und Durchführung gut vorbereitet, somit wurde uns
das Verfahren einigermaßen klar.
Hierbei half auch nochmal die anschließende Auswertung des Versuchs durch Cora Freund, Schülermentorin in Heidelberg.
Wegen der starken Konkurrenz waren wir sehr überrascht und glücklich, dass wir für unser Malariaplakat bei der darauf folgenden Siegerehrung tatsächlich den Preis mit nach Neureut nehmen durften. Auch, wenn wir, auf die Schnelle eher etwas sprachlos, noch keinen Verwendungszweck für die 500 € nennen konnten - gebrauchen können wir sie auf jeden Fall.
So ging der Tag mit einigen Abschiedsworten zu Ende und alle, die einfach nur noch nach Hause mussten, waren wohl sehr dankbar dafür. Deshalb gilt unser großer Respekt denen, die schon vor allen anderen auf der Matte standen, sich wacker vor dem Publikum geschlagen und uns durch die Versuche geführt haben und am Ende diejenigen waren, die alle Pizza- und sonstigen Überreste wieder beseitigen mussten. Der Aufwand hat sich ehrlich gelohnt, wir hatten Spaß und haben viel gelernt, von dem hoffentlich auch ein bisschen etwas dauerhaft hängen bleibt. Hoffen wir also sehr, dass das erste Stützpunktschulen-Forum nicht das Letzte war.
Laura Müller
Ideenpark Stuttgart
Am 17.Mai 2008, öffnete der Ideenpark, gesponsert durch die Thyssen Krupp AG, erneut, mit ca.250 Ausstellern, seine Türen.
Interessant war diese Messe nicht nur für naturwissenschaftlich Begeisterte, sondern auch für solche, welche sich für das Ingenieurswesen interessieren.
Diese Möglichkeit nutzten, bis zum 25.Mai, auch die Schülermentoren des Gymnasiums Neureut, welche auf der Neue Messe in Stuttgart, ihr Wissen im Bereich der Biochemie an die „kleinen Forscher“ weitergaben.
Durch die Ausführung leichtverständlicher Praxisteile, wie beispielsweise einer Pipetierübung, wurde dem Nachwuchs der Naturwissenschaft, der Ablauf eines DNA-Tests nähergebracht.
Ebenso standen die gut ausgebildeten Schülermentoren den Kindern bei jeglichen Fragen im Bereich der DNA-Analyse zur Verfügung. Durch sorgfältig ausgewählte Materialien, sowie Medien, wurde den Kindern die Krankheit CHOREA HUNTINGTON auf angemessenem Niveau vermittelt.
Doch der Ideenpark bot seinen Besuchern noch weit mehr.
Auf einer Fläche von 2500m², konnten Interessierte sich über den neuesten Stand der Wissenschaft informieren und sich ein Bild von der Vorstellung der Zukunftstechnologie machen.
Allgemein lässt sich sagen, dass der Ideenpark sehr interessant und aufregend gestalten war. Für Wissbegierige ist es eine optimale Möglichkeit auf spielerischem Weg, Einblicke in komplexe wissenschaftliche Bereiche zu gewinnen.
Nina Koralegedara, Christopher Dürscherl und Lucas Lörz
4. Schülersymposium 2008
Die Schülermentoren nahmen am Dienstag den 6.Mai 2008 am 4. Schülersymposium im DKFZ (Deutsches Krebsforschungszentrum) Heidelberg teil. Wir kamen um 8.30 im DKFZ an. Als Teil des Organisationsteams blieb uns nicht viel Zeit, bis die ersten Teilnehmer eingetroffen sind und der Ansturm am Empfang immer größer wurde.
Nach einer kurzen Begrüßung, startete Dr. Christian Fiebach von der Universität Heidelberg, um 9.15 Uhr mit einem sehr interessanten Vortrag zum Thema „Wie lernt unser Gehirn? Einblicke in die Neurokognition des Gedächtnisses“. Ihm folgte ein weiterer Vortrag, bevor wir uns während unserer Kaffeepause die Präsentation von Schülerprojekte im Vorraum anschauen konnten.
Einige Schülermentoren durften im Anschluss bei der Bewertung dieser Projektarbeiten helfen und haben dabei verschiedenes, Neues erfahren. Eines der spannendsten Projekte hat ein Schüler des Bunsen Gymnasium in Heidelberg vorgestellt. Er hat ein Computerprogramm entwickelt, mit dem man die unterschiedliche Sicht verschiedener Tierarten mittels eines Bildes simulieren kann. Weitere interessante Projektarbeiten wie z.B. Die Frage wie ein Stau entsteht wurden von Schülern erklärt.
Nach einem großen Andrang auf die Lunchpakete die von uns in der Mittagspause verteilt wurden, folgten die kurzen Vorstellungen vier ausgewählter Projekte und anschließend der VDI Technikwettbewerb. Schülerinnen und Schüler die zuvor ein „Auto“ aus vorgegebenen Teilen gebaut haben, konnten auf einer „ Rennstrecke“ die Fahrtüchtigkeit ihres Gefährts unter Beweis stellen.
Nach dem Wettbewerb fand am Nachmittag der letzte Vortrag: „Wie aus Denken Bewegung wird“ statt und wir konnten uns, nach einem tollen Tagesprogramm wieder auf den Heimweg machen.
Anja Sülzle
Chorea-Huntington-Event am Gymnasium Neureut
Schülermentoren auf den Spuren humangenetischer Diagnostik
Am 03.04.2008 nahmen 90 Schüler der Stützpunktschulen für Molekularbiologie Nordbaden an einer Einführungsveranstaltung eines Schülerexperiments zur Diagnostik der Chorea Huntigton mittels Gelelektrophorese teil. Die Veranstaltung wurde duch Begrüßungsworte von Herrn Wibel, Harald Denecken (Bürgermeister KA für Jugend, Schulen und Sport), Gerhard Tschentscher (Pfizer) und Dr. Peter Gilbert (Intiative Jugend und Wissenschaft) eröffnet.
Nach einer Einführung in den theoretischen Hintergrund des Praktikums, durch einen Schülermentor, folgte die Einführung in die klinische Diagnostik durch Prof. Dr. Brigitte Wildemann, Neurologische Klinik Universität Heidelberg.
Die bereits 1872 beschriebeneChorea Huntigton ist eine physisch wie psychische einschränkende Erkrankung. Bei dieser Krankheit besteht das Problem, dass das Protein Huntingtin mutiert ist. Die Symptome sind stark ausgeprägte Bewegungsstörungen, Depressionen, suizidales Verhalten, Gedächtnisstörungen, Verlustkognitiver und intellektueller Fähigkeiten. Die ersten Symptome treten meist zwischen dem 30. und 55. Lebensjahr auf. Die Krankheit ist nicht therapierbar und tödlich. Trotz 100.000 CH-Patienten lassen nur 20% der möglichen Betroffenen einen Gentest, wie im Schülerversuch praktiziert, durchführen.
Nach den informativen und lehrreichen Präsentationen schilderte Christiane Lohkamp, Mitglied des Nationalen Ethikrats und Vorsitzende der Deutschen Huntigton Hilfe e.V., als mittelbare Betroffene ihre persönlichen Erfahrungen und berichtete über die Arbeit ihrer Selbsthilfegruppen.
Im Anschluss an das Gespräch mit Frau Lohkamp begann die Podiumsdiskussion zu dem Thema „Moderne Krankheitsdiagnostik – und dann?“. An der Diskussion nahmen Prof. Dr. Wildemann, Frau Lohkamp, Gudrun Beck von Pfizer, Prof. Dr. Eckart und zwei Schülermentoren teil. Außerdem konnte das Publikum, dass aus Schülermentoren und Lehrern bestand, den fachkompetenten Gästen Fragen stellen.
Es folgte eine lebhafte und interessante Diskussion, in der alle Fragen zufrieden stellend beantwortet wurden.
Alles in Allem war dies ein sehr informativer und spannender Tag und ein Erfolg für alle Beteiligten.
Christopher Fleischmann, Tobias Scheiblauer, Jan Bolz, Corinna Rottler und Dennis Krausz
Schülermentoren besuchen Pfizer-Werk in Freiburg
Am 22. Januar 2008 hatten 24 Schülermentoren für Molekularbiologie aus verschiedenen nordbadischen Stützpunktschulen die Gelegenheit, das Pfizer-Werk in Freiburg zu besichtigen und einen Blick hinter die Kulissen des weltweit größten Pharmakonzerns zu werfen.
Von den insgesamt 13 Schülermentoren des Gymnasiums Neureut waren Anna Görnhardt (Klassenstufe 12), Christopher Fleischmann (Kl. 11), Tobias Scheiblauer (Kl. 11) und Julian Franz (Kl.13) in Freiburg dabei, begleitet von den Lehrerinnen Gabriele Rupp und Nicole Lorenz. Pfizer fördert als Hauptsponsor das Stützpunktschulen-Projekt der Initiative Jugend und Wissenschaft. Ziel der Stützpunktschulen ist die Weiterentwicklung und Ergänzung des naturwissenschaftlichen Unterrichts sowie die Schaffung eines Netzwerkes zur außerschulischen Förderung interessierter und begabter Schülerinnen und Schüler. Seit mehreren Jahren ist das Gymnasium Neureut eine solche Stützpunktschule für Molekularbiologie und ermöglicht jedes Jahr die Ausbildung einiger interessierter Schülerinnen und Schüler zu Schülermentoren.
Die an der Werksbesichtigung teilnehmenden Schülermentoren trafen sich um 8Uhr morgens am Hauptbahnhof Karlsruhe. Nach eineinhalbstündiger Busfahrt erreichte man das Pfizer-Arzneimittelwerk Gödecke in Freiburg. Aufgrund der hohen Sicherheitsstandards sind Werksbesichtigungen normalerweise nicht möglich, allerdings bekamen die Schülermentoren eine einmalige Gelegenheit, einen Pharmakonzern von innen näher kennen zu lernen.
Nach der Begrüßung durch Werksleiter Dr. Herbert Krasowski wurde das Unternehmen Pfizer und der Standort Freiburg den Schülermentoren genauer vorgestellt. Das Werk in Freiburg, welches mit ungefähr 1000 Mitarbeitern ein jährliches Produktionsvolumen von ca. 3,5 Mrd. Tabletten erreicht, stellt hauptsächlich den Cholesterinsenker Lipitor und das Schmerzmittel Valoron her. Daneben spielt das Werk eine zentrale Rolle in der Verpackung der Medikamente und beliefert neben dem europäischen auch den amerikanischen und asiatischen Markt. Im Anschluss wurden den Schülermentoren die verschiedenen Schritte der komplexen, hoch- automatisierten Herstellung eines Medikaments, dessen Entwicklung durchschnittlich 12 Jahre dauert, erklärt. Außerdem wurden die verschiedenen Berufsmöglichkeiten an einem Pharmaproduktionsstandort gezeigt.
Abgerundet wurde diese Präsentation durch ein kleines interessantes Experiment, das von Frau Rupp vorbereitet wurde. Gabriele Rupp, die im Rahmen des so genannten SMART-Programms eine biomedizinische Fortbildung in den USA absolviert hat, zeigte mit ihrem Experiment, wie schnell sich Infektionskrankheiten verbreiten können.
Nun kam der wichtigste Teil des Tages, die eigentliche Werksbesichtigung. Da auf Sauberkeit großen Wert gelegt wird, war das Tragen von Schutzkleidung vorgeschrieben. Aufgeteilt in drei Gruppen und mit ungewohnter Kleidung ausgestattet, wurden den Schülermentoren nun die Bereiche Medikamentenherstellung, Abfüllung & Verpackung und Lagerung gezeigt. Besonders die riesigen Palettierroboter und die Abfüllungs- und Verpackungsmaschinen sorgten für Staunen. Nebenbei erfuhr man interessante Informationen, etwa dass für Europäer Tabletten in Blistern verpackt werden, während die Amerikaner Tabletten in Flaschen bevorzugen.
Schließlich machte man sich nach einem leckeren Mittagessen in der Kantine und einer Abschlussbesprechung um 14.30 Uhr auf den Weg nach Hause, wo man gegen 16 Uhr eintraf.
Insgesamt war es ein gelungener und interessanter Tag; die Schülermentoren danken den beteiligten Lehrerinnen und Mitarbeitern bei Pfizer.
Julian Franz
Science Days – Schülerkongress an der Universität Heidelberg
„Molekularbiologie hautnah erleben“ hieß es am 23. und 24.11.2007 für etwa 90 Schülermentoren aus Nordbaden, die mit den „Science Days“ am DKFZ in Heidelberg zwei speziell für sie organisierte Fortbildungstage erleben durften.
Schülermentoren sind besonders begabte und engagierte Oberstufenschüler. Sie betreuen an den sechs Stützpunktschulen für Molekularbiologie in Nordbaden zusammen mit ihren Lehrern Schülerpraktika oder auch Lehrerfortbildungen zu bedeutenden Themen der Molekularbiologie. Ein derartiges Angebot kann nur durch Sponsorengelder, zu denen die Fa. Pfizer, Karlsruhe den größten Anteil beiträgt, ermöglicht werden. Durch ihre Tätigkeit tauchen die jungen Leute tiefer in die molekularbiologischen Fragestellungen ein, als es im normalen Schulalltag üblich ist. So war es ein lange gehegter Wunsch ihrer Lehrer, diesen Schülern weiterreichende Einblicke in die aktuelle Forschung und praktische Labortätigkeit zu ermöglichen.
Am Freitag, den 23.11. 2007, war es soweit. Um 9 Uhr trafen sich etwa 90 wissensdurstige junge Leute im Kommunikationszentrum des DKFZ in Heidelberg. Nach der Begrüßung durch Prof. Lichter (DKFZ) und Dr. Gilbert (Initiative Jugend u. Wissenschaft) folgten Grußworte von OStD i. R. Haber, dem ehemaligen Schulleiter einer Stützpunktschule. Er hatte als Mitglied des Rotary Clubs Schriesheim-Lobdengau eine großzügige Spende seines Clubs an die Stützpunktschulen vermittelt und damit die Veranstaltung für die Schülermentoren ermöglicht. Der Präsident des Rotary Clubs, Dr. Nienstädt, überreichte den symbolischen Scheck.
Das Vormittagsprogramm gehörte an beiden Tagen hochkarätigen Fachvorträgen, in denen namenhafte Wissenschaftler unter anderem über Impfung gegen Krebs (Prof. Gissmann, Heidelberg), Hintergründe zur Vogelgrippe (Prof. Planz, Tübingen), Machenschaften in der Dopingszene (Prof. Franke, Heidelberg) sowie Fragestellungen der Medizinethik (Prof. Härle und Dr. Platzer, Heidelberg) referierten. Wie sehr sie mit ihren fundierten und spannenden Vorträgen das Interesse und die Aufmerksamkeit der Schüler geweckt hatten, zeigte sich in den anschließenden Fragerunden.
Der Freitagnachmittag stand ganz im Zeichen der Molekularbiologie vor Ort. In kleinen Gruppen konnten Labore in Forschungsabteilungen der Universität, des DKFZ, des ZMBH und Abteilungen des Klinikums und Betriebe wie MTM Laboratories, das Labor Limbach, Biopharm HD und Heidelberg-Pharma (Ladenburg) besichtigt werden. Die Wissenschaftler, die ihren Nachmittag dem Nachwuchs opferten, luden die jungen Leute dabei auch zum Experimentieren und zum Einblick in das Berufsleben ein.
So gilt der Dank der Schülermentoren für dieses besondere Angebot nicht nur dem Rotary Club Schriesheim-Lobdengau, sondern auch den zahlreichen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, die durch ihre Bereitschaft zu den Labor- und Betriebsführungen oder durch ihren Vortrag zum Gelingen der Veranstaltung beigetragen haben.
Pressebericht der RNZ vom 28.11.2007