Portrait
Aus Gyneu
Das Gymnasium Neureut wurde 1969 gegründet Anfang der 70er Jahre in einem modernen Schulzentrum untergebracht, das es sich mit der Realschule Neureut teilt. Beide Schularten sind unabhängig voneinander, nutzen aber die Fachräume gemeinsam, die entsprechend gut ausgestattet sind. Die räumliche Nähe erleichtert einen Wechsel der Schularten.
Geplant war das Gymnasium Neureut nicht nur für die Kinder aus Karlsruhe-Neureut, sondern auch für Schülerinnen und Schüler aus den nördlichen Gemeinden der Hardt. Sie kommen mit der Stadtbahn, deren Haltestelle unmittelbar bei der Schule liegt und die von dort bis in die Stadtmitte und zum Hauptbahnhof weiterfährt. Auch mit anderen Verkehrsmitteln ist die Schule gut zu erreichen, zwei große Parkplätze und ein überdachter Fahrradabstellplatz erleichtern die Unterbringung der Fahrzeuge.
Ausstattung: Die Schule ist mit allen notwendigen Fachräumen und Geräten gut ausgestattet, alle Klassenzimmer verfügen über einen OH-Projektor, für jeweils vier Räume steht ein fahrbares Fernsehgerät mit DVD/Videoanlage zur Verfügung; außerdem befinden sich in einigen Klassenzimmern tragbare Notebooks mit Beamer. In fast allen Fachräumen sind fest installierte Beamer angebracht. Alle Klassenzimmer und Fachräume haben Internetanschluss. An die Schule schließen sich großzügig angelegte Sportanlagen mit zwei Turnhallen, einem Fußball- und einem Allwetterplatz, einer Beach-Volleyball-Anlage und allen für die Leichtathletik nötigen Stätten an. Ein Hallenbad ist nur wenige Minuten entfernt.
Kontakte: Das Gymnasium Neureut hat von Anfang an neben Englisch auch Französisch als erste Fremdsprache angeboten, was zu besonders engen Beziehungen zu Frankreich führte; mit drei Partnerschulen besteht ein reger Austausch, die Kontakte mit einer Schule in der Nähe von Boston, U.S.A. sollen die Englischkenntnisse fördern. Wegen der hervorragenden Sportanlagen wird auch auf sportliche Aktivitäten großer Wert gelegt. Mit Wirtschaftsbetrieben und Forschungsinstituten bestehen enge Beziehungen. Das Forschungszentrums Karlsruhe ist „Pate“ des Gymnasiums; als Stützpunktschule Molekularbiologie wird mit dem Deutschen Krebsforschungszentrum Heidelberg und der Universität Heidelberg zusammengearbeitet.
Pädagogische Grundausrichtung: Mit der Bildungsreform 2004 hat das Kultusministerium den Schulen die Möglichkeit eröffnet, eigene Akzente in der Erziehung zu setzen. Wir haben dies genutzt, um neben der Umwelterziehung die Anleitung der Schüler zu selbstständigem Arbeiten und zur sinnvollen Nutzung ihrer Zeit zu fördern. Dem dient vor allem die Einführung von Methoden- und Sozialkompetenzstunden in den Unterklassen und der Neubau eines Studiensaales, in dem die Schüler alle nötigen Materialien und Zugänge zum Internet zur Verfügung gestellt bekommen, um in ihren Freistunden oder nachmittags ihre Aufgaben zu erledigen oder sich fortzubilden.
Die Bildungsreform hat auch dazu geführt, dass die Gymnasien in Baden-Württemberg zunehmend zur Ganztagesschule werden. Teil der Erziehung zu selbstständigen und eigenverantwortlichen Menschen ist es für uns, dass die Schüler in ihrer freien Zeit nicht in ein strenges Korsett von Vorschriften und Kontrollen gebunden werden, sondern dass sie im Rahmen eines Angebots frei entscheiden können, wie sie ihre Zeit sinnvoll verbringen. Dazu dient nicht nur der Studiensaal, sondern auch ein vielseitiges Angebot an Arbeitsgemeinschaften – soweit die vorgegebenen Umstände es erlauben, diese einzurichten – und das weitläufige Schulgelände, das wir noch schülergerechter und umweltfreundlicher gestalten wollen. Das Gelände ist in Grünanlagen eingebettet und umfasst nicht nur zwei große Schulhöfe, sondern auch einen Öko-Garten mit Nutz- und Zierpflanzen, eine Wildblumenwiese, ein Arboretum mit den wichtigsten heimischen Hölzern und einen Garten mit Kräutern und Heilpflanzen.
Breitgefächerter Kompetenzerwerb: Die Schule legt Wert darauf, ihren Schülern auch außerhalb des Unterrichts und in breiterem Rahmen die Möglichkeit zu schaffen, ihre Fähigkeiten und Talente zu entwickeln sowie ihre Leistungen zu messen und zu bewerten. Sie bietet daher besonders befähigten Schülern spezielle Arbeitsgemeinschaften (Begabtenförderung) an, sie unterstützt den Besuch von Vorlesungen und Übungen an der Universität Karlsruhe (Informatik), sie fördert die Teilnahme an Wettbewerben und Fortbildungen in allen Bereichen, sie schickt Mannschaften zu sportlichen Ereignissen wie „Jugend trainiert für Olympia“ und Stadt- und Landesmeisterschaften, sie unterstützt die Teilnahme an sprachlichen und naturwissenschaftlichen Wettbewerben und organisiert für Nordbaden den internationalen Wettbewerb „Mathématiques sans frontières/Mathematik ohne Grenzen.“. Viele Schüler haben erfolgreich eine Ausbildung als Schülermentor absolviert, daher können in sehr unterschiedlichen Bereichen Mentoren eingesetzt werden. Ein breit angelegtes Informationsangebot zu Studium und Berufswahl soll den Schülern die berufliche Orientierung erleichtern, Kenntnisse und Fähigkeiten für Bewerbungen vermitteln und Einblicke in den beruflichen Alltag ermöglichen. Der universitären Ausrichtung der weiteren Ausbildung dient die Reihe Uni macht Schule, die den Schülerinnen und Schülern wichtige Wissenschafts- und aktuelle Forschungsbereiche nahe bringt.
Ökologische Orientierung: Vor einigen Jahren hat die Schule begonnen, sich intensiv mit Umweltfragen zu beschäftigen, und das aufwändige Verfahren einer Zertifizierung nach EMAS durchlaufen, das in regelmäßigen Abständen erneuert wird. Ziel ist nicht nur ein umweltfreundlicherer Umgang mit den natürlichen Ressourcen – hier hat die Schule schon sehr viel erreicht –, sondern vor allem eine dauerhafte Erziehung unserer Schüler zu mehr Umweltbewusstsein durch aktive Teilnahme an der Planung und Durchführung umweltfreundlicher Maßnahmen.
Weiterentwicklung: Die Schule stellt sich dem Wettbewerb mit anderen Schulen und versucht konstant, ihre Leistungen zu verbessern. Diesem Ziel dienen die Eigen- und Fremdevaluation und ein Schullenkungsteam, das sich als Ideenproduzent für die Fortentwicklung des Gymnasiums Neureut versteht.
Mit 800 – 900 Schülern ist das Gymnasium Neureut groß genug, um ein breites Kursangebot bieten zu können, und klein genug, um übersichtlich zu bleiben, denn die Schüler sollen nicht nur lernen, sondern sich auch in ihrer schulischen Umgebung wohlfühlen.