MINT - EC
Aus Gyneu
Die pädagogische Verankerung am Gymnasium Neureut
Ein deutlicher Schwerpunkt des Gymnasiums Neureut ist seit vielen Jahren der mathematisch-naturwissenschaftliche Bereich unter Einbeziehung von Informatik.
Schon in den unteren Klassen streben wir an, die Neugier der Schüler/innen zu wecken und ihr Interesse an diesem Bereich zu fördern. Hierfür nutzt die Schule die Freiräume, die sich aus der Bildungsreform 2004 ergeben.
Die besondere Verankerung der MINT–Fächer wird in verschiedener Weise deutlich. Zum einen fördern wir schon in den Klassen 5 und 6 mit der Einrichtung des „Mathe-Treffs 3456“ (Herbst 2009) besonders Begabte auf diesem Gebiet. Dieses vom Zentrum für Mathematik in Bensheim entwickelte Modell dient dazu, mit besonders kreativ angelegten und gleichzeitig anspruchsvollen Aufgaben Freude am Umgang mit mathematischen Fragestellungen zu wecken und nebenbei weitere Kompetenzen wie Problemlösestrategien und Teamfähigkeit zu üben. Die Kinder lernen hier schulübergreifend und gemeinsam mit Begabten aus den Grundschulklassen 3 und 4. Wir gehören zu den 17 Schulen in Deutschland, die ein solches Angebot führen.
Im Sinne der Kontinuität gibt es in den Stufen 7, 8 und 9 für interessierte und geeignete Schüler/innen die Möglichkeit zur Teilnahme an einer Begabten-AG. Dabei werden MINT-Themen vertieft (zuletzt: Symmetrie; Zeit; Zahlentheorie; Strategien zur Problemlösung).
Parallel dazu finden auch immer wieder Kinder und Jugendliche der Schule am Hector-Seminar Aufnahme. Hier spielen v. a. Fähigkeiten im MINT- Bereich eine Rolle.
Weiterhin gehört das Gymnasium Neureut zu den „Stützpunktschulen Molekularbiologie“. Schülerinnen und Schüler haben die Möglichkeit, eine Ausbildung am Forschungszentrum Karlsruhe zu absolvieren, um als Schülermentor/in tätig zu sein. Dazu betreuen sie an der Schule eingerichtete Labore und unterweisen Klassen, die aus verschiedenen Schulen der Umgebung zu Besuch kommen, sowie Lehrer auf Fortbildungen in molekularbiologischen Experimenten.
Seit vielen Jahren werden zudem für die letzten beiden Jahrgangsstufen vierstündige Kurse in Physik, Chemie und Biologie eingerichtet, lange Zeit auch in Informatik (neu wieder ab dem Schuljahr 2011/12). Weiterhin wird Astronomie angeboten (zweistündig), vertieft durch Vorlesungen in lockerer Reihenfolge, die der betreffende Kollege für alle Interessierten (Schüler; Lehrer) anbietet.
In Kl. 10 haben wir eine Informatik-AG eingerichtet. Dabei erarbeiten die Schüler Grundkenntnisse der Programmierung anhand einer Programmiersprache (Java).
In der 1. Jahrgangsstufe können die Schüler/innen darüber hinaus an der Schüler-Ingenieur-Akademie (SIA) teilnehmen (seit Schuljahr 2010/11).
Das Gymnasium Neureut richtet alljährlich für den Bereich Nordbaden den internationalen Mathe-Wettbewerb „Mathematik ohne Grenzen / mathématiques sans frontières“ aus. Unser Kollegium ist darüber hinaus in der deutsch-französischen Aufgabenkommission vertreten. Natürlich nehmen die Schüler/innen jährlich am Wettbewerb teil ebenso wie an weiteren Wettbewerben aus dem MINT-Bereich (z. B. am „Informatik-Biber-Wettbewerb“, bei dem wir im letzten und in diesem Jahr zu den erfolgreichsten Schulen in Deutschland gehörten).
Wir sind seit mehreren Jahren zertifizierte Umweltschule (Zertifikat nach EMAS) und wurden erst im Februar 2011 wieder für vier weitere Jahre zertifiziert. Diese Profilierung ist mittlerweile auch in unser Schulcurriculum eingearbeitet. Alle Fächer vermitteln in bestimmten Klassenstufen ökologische Inhalte. Daneben betreiben alle Klassen konsequent Mülltrennung und achten auf Energieverbrauch. Eine Öko-AG und weitere schulische Gremien (Kooperation mit der Realschule) überwachen die Effizienz der Maßnahmen. Eine große Solaranlage auf dem Dach speist mit einer Nennleistung von 10 kWp Strom ins Netz. An diesem Profil arbeiten alle an der Schule Beteiligten – Schüler und Eltern, Kollegium und Schulleitung, Ortschaft und Stadt zusammen.
Ein Schul- und ein Kräutergarten mit Wildbienenstock direkt am Schulhaus ermöglichen naturnahe Beobachtungen.
Schließlich hat auch die Veranstaltungsreihe „Uni macht Schule“, in deren Rahmen namhafte Wissenschaftler über ihre Arbeit berichten, vielfach Schwerpunkte im MINT- Bereich („100 Jahre Malariaforschung“; „Die Grenzen der Informationsverarbeitung“ u. a.).
Zur Zeit entwickelt die Schule gemeinsam mit dem KIT (Karlsruhe Institut für Technologie) ein Modell der Zusammenarbeit. Neu ist schließlich unsere Partnerschaft mit dem Daimler-Werk in Wörth. Fürs kommende Schuljahr sind mehrere Kooperationsprojekte geplant, u. a. in NwT (Mittelstufe zum Thema „Fortbewegung“) und im Rahmen eines Seminarkurses.
Angebote für Schüler des GN
1. MINT-Camp Leipzig
Das MINT-Camp wird in Kooperation mit der Hochschule für Telekommunikation Leipzig (HfTL) durchgeführt.
Anreise: Mittwoch, 30.03.2011 bis 14:00 Uhr
Ende: Samstag, 02.04.2011,12:00 Uhr
Die Teilnahmegebühr beträgt 65 Euro (SchülerInnen aus Leipzig 30 €) und deckt die Kosten für: - An- und Abreise bei kostengünstigster Variante (Bitte so früh wie möglich buchen!!) - Übernachtung und Verpflegung (Die Unterbringung erfolgt in der Jugendherberge Leipzig, Volksgartenstraße 24, 04347 Leipzig). Die Kosten für den ÖPNV (öffentliche Verkehrsmittel) sind selbst zu tragen. Die Anreise ist durch die TeilnehmerInnen selbst zu organisieren. Die Reisekosten werden im Anschluss an das Camp erstattet.
Aus nachstehenden Angeboten der Hochschule kann ausgewählt werden. Diese Angebote beinhalten - wie bei einem Studium an der Hochschule - Praxis- und Theoriephasen:
Projekt 1 „Mathematik zum Anhören - war Bach Mathematiker?" Geräusche, Sprache, Musik - einfach alles, was wir hören - lässt sich mathematisch beschreiben als eine Summe aus Sinusschwingungen unterschiedlicher Frequenzen und Amplituden. In der Technik werden zu übertragende Töne, aber auch Texte, Bilder und Daten unter dem Begriff Signale zusammengefasst, und jedes Signal stellt ein bestimmtes „Frequenzgemisch" dar. Inhalte des Projektes: - Die Fourieranalyse als mathematisches Verfahren zur Beschreibung von Signalen. Zur Unterstützung werden Computeralgebra - und Simulationsprogramme eingesetzt - Die Signale werden mittels Messgeräten dargestellt. Im Zeitbereich kommt ein Oszilloskop zum Einsatz, die Spektraldarstellung erfolgt mittels Spektrumanalyzer. - Mittels Analogsynthesizer werden verschiedene Signalformen erzeugt. - Mit einem Musiksynthesizer werden berechnete Signale hörbar gemacht. Durch gezielte Synthese soll der Klang verschiedener Musikinstrumente erzeugt werden.
Projekt 2 „Tracking im Internet - Standortdaten per GPS mit Bildern verknüpfen und drahtlos kommunizieren" Neben der Theorie zur Programmierung im Internet konnten die Teilnehmer diese auch praktisch anwenden. Es wurden mobile Endgeräte programmiert, mit denen per GPS Wegpunkte gespeichert wurden, die später in eine Internetseite eingebaut wurden, welche durch die Schüler selbstständig programmiert wurde.
Projekt 3 „Wem die Stunde schlägt - der Begriff der Zeit in der IT- und Telekommunikation" Die Bedeutung und Funktion des physikalischen Begriffs „Zeit" in der Telekommunikation. - -Historischer Abriss von der Sanduhr zur Atomuhr, Sternenscheibe von Nebra - -physikalische Grundlagen - -Digitale Signalverarbeitung - -Modulation und Synchronisation von Signalen
Projekt 4 „Geschäftsmodelle in der Internetökonomie - Google!"
Der U.S.-Konzern Google bietet nicht nur die weltweit erfolgreichste Suchmaschine für das Internet an, sondern dringt immer mehr in weitere Geschäftsfelder ein. So hat Google seit 2004 mehr als 6 Millionen Bücher Seite für Seite digital erfasst, bietet mit Android ein mobiles Betriebssystem an, das den Konkurrenten Microsoft und Apple zunehmend Marktanteile abnimmt, und ist mit dem Tochterunternehmen YouTube unangefochtener Marktführer im Bereich der Videoportale. Diese Beispiele belegen eindrucksvoll, dass Google derzeit einer der führenden Akteure der Internetökonomie ist und die grundlegenden Merkmale solcher digitalen Märkte zur Entwicklung innovativer Geschäftsmodelle geschickt zu nutzen vermag.
Im Rahmen dieses Themas des MINT-Camps an der Hochschule für Telekommunikation Leipzig (HfTL) werden daher folgende Fragestellungen beleuchtet:
• Welche grundlegenden Besonderheiten weisen Märkte und Geschäftsmodelle in der Internetökonomie auf?
• Wie lässt sich der Aufbau von Geschäftsmodellen der Internetökonomie systematisch untersuchen?
• Wie sieht die Geschäftsmodell-Landkarte des Unternehmens Google aus und mit welchen künftigen Innovationen ist in Anbetracht aktueller Entwicklungen zu rechnen?
• Wie funktionieren Suchalgorithmen im Internet?
Den Teilnehmern des MINT-Camps wird nach einer kurzen Einführung in die Thematik die Gelegenheit gegeben, den skizzierten Fragestellungen in Kleingruppenarbeit unter wissenschaftlicher Begleitung nachzugehen. Dabei spielen Recherchen im Internet, die praktische Erkundung der einzelnen Internetangebote von Google sowie die Programmierung von Suchalgorithmen eine dominierende Rolle.
2. HPI MINT-Camp - Kreatives mit Android
Du bist kreativ, gehst ohne dein Handy nicht mehr aus dem Haus und wolltest schon immer mal eine eigene App für dein Handy entwickeln? Dann bist du vom 06. bis 10. April 2011 am Hasso-Plattner-Institut in Potsdam genau richtig. Mit Hilfe der Google Android Plattform sollst du deine Vorstellungen zum Leben erwecken und herausfinden, ob deine Programme den Anforderungen in der Realität standhalten können. Durch Anwendung innovativer Methoden der HPI School of Design Thinking wirst du lernen, eine App zu entwickeln, die den Anforderungen der Nutzer gerecht wird. Dabei wirst du sehr schnell merken, wie wichtig Teamfähigkeit und Kommunikation sind.
Wenn wir dein Interesse geweckt haben und du mindestens die 10. Klasse besuchst, dann bewirb dich beim Hasso-Plattner-Institut (HPI). Es empfiehlt sich ein wenig Zeit und Sorgfalt auf die Bewerbung zu verwenden damit diese auch erfolgreich ist. Via Link kommst du zur Bewerbung:
http://www.hpi.uni-potsdam.de/hpi/veranstaltungen/mint_camp/mint_camp_2011.html
Noch einige Infos:
Es ist nicht notwendig, ein Android-Handy zu besitzen, um am Camp teilzunehmen.
Der Unkostenbeitrag für Teilnehmer, die sich erfolgreich beworben haben beträgt 85,- Euro (für Schüler aus Berlin und Brandenburg 43,-) und deckt die Kosten für: - An- und Abreise bei kostengünstigster Variante (Bitte so früh wie möglich buchen) - Übernachtung und Verpflegung (Die Unterbringung erfolgt in der Jugendherberge Berlin-Wannsee; Badeweg 1, 14129 Berlin). Die Kosten für den ÖPNV (öffentliche Verkehrsmittel) sind selbst zu tragen.
Verein mathematisch-naturwissenschaftlicher Excellence-Center an Schulen e.V.
